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St. Ulrich
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  • Einstimmung: Orgelspiel (ca. 3 min.)
  • Einzug: Ich bin die Auferstehung und das Leben (Chor)
  • Begrüßung: (Herbert)
  • Einführung: (Thomas)

Wer in Rom auf den Spuren unserer christlichen Tradition wandelt und der Via Appia mit ihren Mausoleen und Katakomben einen Besuch abstattet, der findet häufig 2000 Jahre alte Sitzbänke, die zum Verweilen einladen. Zusätzlich trifft man bei diesen Grabstätten auf bunte Fresken, in denen fröhliche Mahlszenen verewigt sind.

Essensszenen auf Gräbern?

Eine solche Lebensfreude am Grab der Toten?

Es mag irritieren. Doch dahinter tut sich eine schöne Tradition auf. Die Verwandten haben die Gräber ihrer lieben Verstorbenen besucht. Und sie haben es in der Form gestaltet, dass sie Essen mitbrachten, sich am Grab niederließen und miteinander – symbolisch auch mit den Verstorbenen in ihrer Mitte – Mahl gehalten haben. So haben sie das Andenken an die Toten und die Gemeinschaft der Lebenden begehen und feiern können.

Viele von Ihnen haben sich heute an diesem Allerheiligen- Allerseelentag in der Verwandtschaft getroffen. Oder sie gehen im Anschluss an den Gottesdienst und dem Gräberbesuch zum Treffen der Verwandten untereinander. Auch wenn wir uns über das Jahr nicht so oft sehen, führt uns dieses Fest und das Andenken an unsere Verstorbenen zusammen. Oft geht es dabei auch fröhlich zu und es wird zusammen gegessen oder wenigstens angestoßen.

Tod und Leben schließen sich nicht gegenseitig aus. Das Miteinander der Lebenden und die Gemeinschaft mit den Verstorbenen gehören zusammen. Das dürfen wir an diesem Tag feiern, und wir stehen dabei in einer 2000 Jahre alten christlichen Tradition.

  • Lied: Wer nur den lieben Gott lässt walten (GL 295/1-3)
  • Psalm 18 – GL 712 (Roland, Günter, Ministrant)

Hinführung: (Günter) – vom Platz in der Mitte aus gelesen

Das Wort Gottes, dem wir in dieser Feier nachspüren wollen, stammt aus dem Psalm 18. Dieser Psalm ist ein Danklied des Königs für Rettung und Sieg. Ein Mensch erinnert sich im Gebet an die große Not, die ihn gefangen hielt. Noch einmal geht er in Gedanken den Weg durch die Nacht des Elends, der Einsamkeit und der Angst bis hin zu dem Punkt, wo die Worte verstummen und nur mehr der Schrei der Verzweiflung bleibt. -

Und dieser Schrei findet eine Antwort. Ein Weg tut sich auf. Die Enge weitet sich. Die Finsternis wird hell.

Versuchen wir, diesen Weg mitzugehen ...

Meditative Gedanken – Osterkerze wird in drei Stationen vom Kreuz

zum Altar getragen

Lektor des Psalms geht hinüber zur Osterkerze/ Lektor 2 zum Ambo – Lichter gehen aus

Günter:

"Mich umfingen die Fesseln des Todes,

mich erschreckten die Fluten des Verderbens."

Roland:

"Es wird schon wieder!"

... sagen wir zu Sterbenskranken. Auch wenn jeder spürt, dass es nicht stimmt.

Vom Tod sprechen wir nicht - oder nur ungern.

Weder von unserem eigenen, noch vom Tod naher Angehöriger oder Freunden. Der Tod ist ein Tabu. Und dann – plötzlich ist er da.

Kalt und unwiderruflich tritt er ins Leben.

TOD

Dunkel ist es um mich, Trauer erfüllt den ganzen Raum, die Seele ist leer, und diese unendliche Hoffnungslosigkeit macht mich träge, schwach oder schon fast benommen.

Kein Gedanke, der mich erreicht, kein Wort, das mir Hoffnung gibt, kein Gefühl, das mich stärkt.

Der Tod hat mir etwas genommen.

 

Osterkerze wird von einem Ministranten vom Kreuz in die Mitte getragen/Lektor 1 geht mit

Günter:

"In meiner Not rief ich zum Herrn

und schrie zu meinem Gott."

Roland:

Wo ist jetzt die Kirche und hilft mir?

Wo ist Gott und macht mich wieder fröhlich?

Wo ist mein Glaube, der mich stärkt?

Lied: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt (Chor)

Während des Liedes wird die Osterkerze von der Mitte zum Altar hoch getragen/Lektor 1 geht mit

Günter:

"Er griff aus der Höhe herab und fasste mich,

zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.

Er führte mich hinaus ins Weite,

er befreite mich, denn er hatte an mir Gefallen. –

Du, Herr, lässt meine Leuchte erstrahlen,

mein Gott macht meine Finsternis hell.

Herbert:

Singen wir nun miteinander den Psalm 18 im GL Nr. 712

  • Totengedenken mit Kerzen

Die Namen der seit Allerheiligen 98 Verstorbenen werden verlesen und für jede/n Verstorbene/n wird eine Kerze entzündet (Thomas, Roland, Ministranten).

Thomas und Roland lesen abwechselnd je einen Monat. Sie stehen dabei links und rechts vom Altar.

Herbert:

Gott lässt uns nicht im Dunkel des Todes. Er führt uns hinaus ins Weite, in das Land das keine Grenzen kennt, in das Licht der Auferstehung. Das ist unser Glaube. Und in dieser Hoffnung wollen wir nun der Verstorbenen gedenken, die im vergangenen Jahr den Weg ins Weite gegangen sind:

 

Aus unserer Pfarrei sind seit Allerseelen 1998 gestorben:

Text: Totengedenken von M. Simone Weber ADJC (Günter)

In meinen Träumen bist Du da

In meinem Herzen lebst du fort

Man sagt, Du seiest tot

Ich weiß, Du lebst

Nähe bist du mir

als je zuvor

Du denkst in mir

Mein Herz singt in Dir

Du fühlst in mir

Mit ist

als schauten meine Augen

durch die Deinen

Der Lebendige spricht:

Ich will

dass die, die Du mir gegeben

bei mir seien

So kann

was Gott verbunden

niemand trennen

am wenigsten der Tod.

 

 

  • Lied: Also spricht der Herr (Chor)
  • Gebet: GL 35/3 – Herbert lädt dazu ein (alle)
  • Lied: Freu dich erlöste Christenheit (GL 826/1+2+5+7)
  • Segen und Sendung: (Herbert)

 

  • Auszug: Orgel



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