Etwa einen knappen halben Kilometer weiter
nördlich von dem in der letzten Nummer
besprochenen Wegkreuz an der Abzweigung
Steinbux-Ringstraße stand - und steht heute noch
- das zweite Kreuz, bei dem Halt gemacht wurde,
wenn man bei der Flurprozession an Christi
Himmelfahrt »mit Krüz um d‘ Fealder« ging und
dabei so manchen Rosenkranz betete. Nach dieser
zweiten Station ging es weiter ins Untere Tobel.
Über den Mösleweg, und die heutige Konstanzer
Straße kam man dann auf der Appenzeller Straße
zur dritten Station am Beginn der Hans-Berchtold-
Straße und schließlich zur letzten bei deren
Kreuzung mit der Bahnhofstraße. Über diese
kamen die Bittgänger schließlich zum
Ausgangspunkt, der Pfarrkirche, zurück.
Das Kreuz steht auf einem kleinen Grundstück der
Gemeinde, auf dem zwei Ruhebänke zum
Verweilen einladen. Als es vor etlichen Jahren
»gerichtet« werden musste, nahm sich damals der
Fraxner Künstler Jakob Summer seiner an. Der
Korpus des Gekreuzigten ist durch eine Rückwand
und ein kleines Vordächlein verhältnismäßig gut
geschützt. Im Zug der neuen Straßenbenennungen
ist die an dieser Stelle einmündende Kreuzgasse
zu ihrem Namen gekommen.