30.10.2004





"Steinbux-Kreuzgasse"



Etwa einen knappen halben Kilometer weiter nördlich von dem in der letzten Nummer besprochenen Wegkreuz an der Abzweigung Steinbux-Ringstraße stand - und steht heute noch - das zweite Kreuz, bei dem Halt gemacht wurde, wenn man bei der Flurprozession an Christi Himmelfahrt »mit Krüz um d‘ Fealder« ging und dabei so manchen Rosenkranz betete. Nach dieser zweiten Station ging es weiter ins Untere Tobel. Über den Mösleweg, und die heutige Konstanzer Straße kam man dann auf der Appenzeller Straße zur dritten Station am Beginn der Hans-Berchtold- Straße und schließlich zur letzten bei deren Kreuzung mit der Bahnhofstraße. Über diese kamen die Bittgänger schließlich zum Ausgangspunkt, der Pfarrkirche, zurück. Das Kreuz steht auf einem kleinen Grundstück der Gemeinde, auf dem zwei Ruhebänke zum Verweilen einladen. Als es vor etlichen Jahren »gerichtet« werden musste, nahm sich damals der Fraxner Künstler Jakob Summer seiner an. Der Korpus des Gekreuzigten ist durch eine Rückwand und ein kleines Vordächlein verhältnismäßig gut geschützt. Im Zug der neuen Straßenbenennungen ist die an dieser Stelle einmündende Kreuzgasse zu ihrem Namen gekommen.



Franz Elsensohn


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