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"Steinbux-Ringstraße"

„Ma ischt ums groß Feald und heat um guat
Weatt’r beatat.“ So beschreibt Rudi Kurzemann
einen der zahlreichen Bittgänge, die in früheren
Zeiten in Götzis durchgeführt wurden. Es war die
so genannte „Felderbenediktion“ vierzig Tage nach
Ostern, an Christi Himmelfahrt. Viermal wurde
dann stets bei Feldkreuzen angehalten, der
Pfarrer las das Evangelium, sprengte Weihwasser
in alle vier Himmelsrichtungen und segnete Äcker
und Fluren. Schon bald nach dem Weggang aus
der Pfarrkirche kam man bei so einem Bittgang
im Steinbux bei der Abzweigung zur Ringstraße zu
diesem, dem ersten Kreuz.
„Im Sept. 1894 wurde das neue ’Maschinen-
Tüchel-Kreuz’ auf dem Gut beim Haus der Witwe
Loacker im Steinbux gegen die Straße in der
Richtung gegen Tobel aufgerichtet. Es wurde von
der Witwe Loacker und Kindern bewerkstelligt“,
heißt es in den Aufzeichnungen des Götzner
Chronisten Ulrich Dünser.
Unter einem „Tüchel“, einem Teuchel, verstand
man ein hölzernes Wasserleitungsrohr, mit einem
„Maschinen-Tüchel“ dagegen war ein starkes
metallenes Rohr mit einem Durchmesser von
etwa 13 cm gemeint, das von einer Handstickmaschine
stammte und beim Errichten eines
Kreuzes nicht ungern anstatt der hölzernen Balken
verwendet wurde.
Franz Elsensohn
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