Das Wegkreuz an der Kommingerstraße auf der
Höhe des Hauses Nr. 81 ist eines jener, von denen
kein exaktes »Geburtsdatum« überliefert ist.
Zur Zeit des Ersten Weltkrieges oder unmittelbar
in den darauf folgenden Jahren dürfte es an
seinen Standort gekommen sein. Es ist gut
möglich, dass der Name »Krüztonis« für die Sippe
und Nachkommenschaft des damals in
unmittelbarer Nähe beheimateten Anton Böckle
auf die Errichtung dieses Kreuzes zurückgeht.
Als im Lauf der Jahre Reparaturen nötig wurden,
übernahmen jeweils die Nachbarn der nächsten
Umgebung die anfallenden Kosten.
Die Rechnungen für jene Beschädigungen
allerdings, die ein Autofahrer vor rund zehn
Jahren am Kreuz verursachte, als er es mit
seinem Gefährt rammte, hatte die zuständige
Versicherung zu begleichen. Bei diesem Kreuz in
Kommingen zeigt sich einmal mehr, dass sich für
so ein Wegkreuz oft nicht nur die unmittelbar
daneben Wohnenden zuständig fühlen; für den
stets frischen Blumenschmuck sorgt nämlich eine
Frau der eher entfernteren Umgebung.