
 |
"St-Ulrich-Straße 29"
„Dieses Kreuz wurde erstellt von Katharina
Dünser anno 1905.“ So soll bei diesem Wegkreuz
auf der Rückseite des INRI-Täfelchens zu lesen
sein. Während bei den meisten bisher
besprochenen Kreuzen nur selten einmal das Jahr
ihrer Errichtung bekannt ist, sind wir bei diesem
darüber also gut informiert. Auch der Götzner
Chronist Ulrich Dünser erzählt in seinen
Aufzeichnungen von seiner Kusine Katharina
(vulgo »Kathri-Bäs«), die im oben erwähnten Jahr
dafür gesorgt habe, dass an dieser Stelle ein Wegkreuz
seinen Platz bekam. Über den ausführenden
Künstler fehlen Angaben, doch es wird berichtet,
bei einem heftigen Sturm sei es später buchstäblich
geknickt worden. Die Kirchgänger, denen es in der
nächsten Zeit fehlte, mussten sich dann noch eine
gute Zeit gedulden, bis nach einer Neugestaltung
der umgebenden Gartenanlage auch für das neue
Kreuz ein angemessener Platz geschaffen worden
war. In den 60er-Jahren erfolgte eine gründliche
Renovierung. Um die Figur des Gekreuzigten
einigermaßen gegen Wind und Wetter zu schützen,
bekam sie außer einem Dach auch eine Schutzwand.
Als vor drei Jahren neuerlich Reparaturen
anfielen, beteiligten sich Götzner Handwerksbetriebe
in guter alter Tradition unentgeltlich daran.
Franz Elsensohn
|