30.10.2004





"St-Ulrich-Straße 29"

„Dieses Kreuz wurde erstellt von Katharina Dünser anno 1905.“ So soll bei diesem Wegkreuz auf der Rückseite des INRI-Täfelchens zu lesen sein. Während bei den meisten bisher besprochenen Kreuzen nur selten einmal das Jahr ihrer Errichtung bekannt ist, sind wir bei diesem darüber also gut informiert. Auch der Götzner Chronist Ulrich Dünser erzählt in seinen Aufzeichnungen von seiner Kusine Katharina (vulgo »Kathri-Bäs«), die im oben erwähnten Jahr dafür gesorgt habe, dass an dieser Stelle ein Wegkreuz seinen Platz bekam. Über den ausführenden Künstler fehlen Angaben, doch es wird berichtet, bei einem heftigen Sturm sei es später buchstäblich geknickt worden. Die Kirchgänger, denen es in der nächsten Zeit fehlte, mussten sich dann noch eine gute Zeit gedulden, bis nach einer Neugestaltung der umgebenden Gartenanlage auch für das neue Kreuz ein angemessener Platz geschaffen worden war. In den 60er-Jahren erfolgte eine gründliche Renovierung. Um die Figur des Gekreuzigten einigermaßen gegen Wind und Wetter zu schützen, bekam sie außer einem Dach auch eine Schutzwand. Als vor drei Jahren neuerlich Reparaturen anfielen, beteiligten sich Götzner Handwerksbetriebe in guter alter Tradition unentgeltlich daran.



Franz Elsensohn


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