Auch dieser Platz an der Montfortstraße auf der
Höhe des Hauses Im Forst 6 ist eine Stelle, an der
schon in früheren Zeiten ein Wegkreuz stand.
Die Christusfigur sei auffallend groß gewesen,
entsinnen sich jene, die sie noch gekannt haben.
Vor allem aber seien der Gesichtsausdruck des
Gekreuzigten und die mächtige Dornenkrone dazu
angetan gewesen, kleineren Kindern geradezu
einen Schrecken einzujagen. So berichtet
jedenfalls ein Augenzeuge glaubwürdig von
seinen Erinnerungen und erzählt, wie er sich
seinerzeit fast gefürchtet habe, an diesem
Wegkreuz vorbeizugehen. Als auch mehrere
Reparaturen nicht mehr genügten die Figur
zu retten, wurde ein neues Kreuz in
Auftrag gegeben. Den Christus schuf der
Grödner Herrgottsschnitzer Johann
Glück.
Der Südtiroler Künstler war 1940 mit
seiner Familie nach Götzis gekommen
und lebte bis zu seinem Tod im
Jahre 1955 in der Montfortstraße
Nr. 29. Viele seiner
Figuren und Kruzifixe befinden
sich noch heute in Götzner
Privatbesitz. Der Name des
Künstlers wird uns übrigens
noch zwei weitere Male
begegnen, wenn es in späteren
Folgen dieser Serie um die
Kreuze in Meschach geht.