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"Montfortstraße"

Bei allen Wegkreuzen, die bisher in dieser Serie
besprochen worden sind, handelt es sich um mehr
oder weniger mächtige Holzkreuze in der
unmittelbaren Nähe von Häusern.
Das eher
zierlich wirkende Kreuz dagegen, um das es
diesmal geht, besteht ebenso wie der Korpus des
Gekreuzigten aus Metall. Es hat seinen Platz an
der Straße nach St. Arbogast, etwa 100 m südlich
der St-Loy-Kapelle zu Füßen der Ruine Neu-
Montfort. Wie heute stand hier bereits zu Anfang
des letzten Jahrhunderts ein solches Metallkreuz
auf einem steinernen Sockel. Es wäre gut denkbar,
dass seine einstige Errichtung im Zusammenhang
mit dem ehemals feierlich begangenen Anna-Tag
(26. Juli) zu sehen ist, der stets zahlreiche
Götznerinnen und Götzner nach St. Arbogast
führte. Auch an einem Metallkreuz nagt der Zahn
der Zeit, und so bekam es nach dem Zweiten
Weltkrieg, in den 50er Jahren, ein schützendes
Kupferdach. Ein halbes Jahrhundert später
erfolgte eine aufwendige Generalsanierung.
Dabei wurde die bisherige, doch etwas kleine
Christusfigur durch eine größere aus Bronze
ersetzt. Die anfallenden Kosten wurden zum
größten Teil von der „St.-Loy-Interessengemeinschaft“
(Steig, Am Hang, Kreuzbühel, Montfortstr)
getragen, die sich bereits um die Restaurierung
der alten St-Loy-Kapelle verdient gemacht hatte.
Franz Elsensohn
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