30.10.2004





"Montfortstraße"



Bei allen Wegkreuzen, die bisher in dieser Serie besprochen worden sind, handelt es sich um mehr oder weniger mächtige Holzkreuze in der unmittelbaren Nähe von Häusern.
Das eher zierlich wirkende Kreuz dagegen, um das es diesmal geht, besteht ebenso wie der Korpus des Gekreuzigten aus Metall. Es hat seinen Platz an der Straße nach St. Arbogast, etwa 100 m südlich der St-Loy-Kapelle zu Füßen der Ruine Neu- Montfort. Wie heute stand hier bereits zu Anfang des letzten Jahrhunderts ein solches Metallkreuz auf einem steinernen Sockel. Es wäre gut denkbar, dass seine einstige Errichtung im Zusammenhang mit dem ehemals feierlich begangenen Anna-Tag (26. Juli) zu sehen ist, der stets zahlreiche Götznerinnen und Götzner nach St. Arbogast führte. Auch an einem Metallkreuz nagt der Zahn der Zeit, und so bekam es nach dem Zweiten Weltkrieg, in den 50er Jahren, ein schützendes Kupferdach. Ein halbes Jahrhundert später erfolgte eine aufwendige Generalsanierung. Dabei wurde die bisherige, doch etwas kleine Christusfigur durch eine größere aus Bronze ersetzt. Die anfallenden Kosten wurden zum größten Teil von der „St.-Loy-Interessengemeinschaft“ (Steig, Am Hang, Kreuzbühel, Montfortstr) getragen, die sich bereits um die Restaurierung der alten St-Loy-Kapelle verdient gemacht hatte.

Franz Elsensohn


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