30.10.2004





"H-Berchtold-Straße - Bahnhofstraße"


Dass ein Wegkreuz im Zug einer Straßenverbreiterung einen neuen Platz bekommt, kommt häufig vor. Auch jenes an der Hans-Berchtold-Straße - Bahnhofstraße ist davon im Jahr 1956 betroffen worden.

Was sich dagegen am 26. Nov 1983, also vor nunmehr bald 20 Jahren rund um das Kreuz ereignet hat, ist glücklicherweise denn doch etwas, das nur selten vorkommt: In einer bis heute nicht geklärten „Nacht- und Nebelaktion“ wurde der Gekreuzigte heruntergerissen und verschwand; zurück blieben einzig die beiden Unterarme, die mahnend nach unten wiesen. Der Verdacht, beim Tatmotiv habe es sich weniger um einen Lausbubenstreich, als vielmehr um die Absicht gehandelt, ein dunkles Geschäft mit einer Antiquität zu machen, liegt nahe. Auf jeden Fall aber kommt man wohl nicht umhin, das Geschehen als Frevel zu bezeichnen. Für die Bewohner der Umgebung war es eine Selbstverständlichkeit, den Schaden wieder gutzumachen, und so wurde damals in einer gemeinsamen Aktion eine neue Christus-Figur angeschafft.

Franz Elsensohn


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