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"H-Berchtold-Straße - Bahnhofstraße"

Dass ein Wegkreuz im Zug einer Straßenverbreiterung
einen neuen Platz bekommt, kommt häufig vor. Auch
jenes an der Hans-Berchtold-Straße - Bahnhofstraße ist
davon im Jahr 1956 betroffen worden.
Was sich dagegen
am 26. Nov 1983, also vor nunmehr bald 20 Jahren rund
um das Kreuz ereignet hat, ist glücklicherweise denn
doch etwas, das nur selten vorkommt: In einer bis heute
nicht geklärten „Nacht- und Nebelaktion“ wurde der
Gekreuzigte heruntergerissen und verschwand; zurück
blieben einzig die beiden Unterarme, die mahnend nach
unten wiesen. Der Verdacht, beim Tatmotiv habe es sich
weniger um einen Lausbubenstreich, als vielmehr um
die Absicht gehandelt, ein dunkles Geschäft mit einer
Antiquität zu machen, liegt nahe. Auf jeden Fall aber
kommt man wohl nicht umhin, das Geschehen als Frevel
zu bezeichnen. Für die Bewohner der Umgebung war es
eine Selbstverständlichkeit, den Schaden wieder
gutzumachen, und so wurde damals in einer gemeinsamen
Aktion eine neue Christus-Figur angeschafft.
Franz Elsensohn
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