30.10.2004





"Arbogast"


Schon immer sei es dagestanden, heißt es vom Wegkreuz in Sankt Arbogast, wenn man in den Häusern der Umgebung nachfragt. Hinter einer Bank, die zum Verweilen einlädt, steht es an der Montfortstraße an jener Stelle, wo der Weg hinauf nach Mitzgebach abzweigt. Dass es sich um ein altes Kreuz handelt, wird auch jenem Betrachter klar, der sich seinen Kopf nicht wegen der zeitlichen Zuordnung der Christus-Figur zerbrechen mag. Auf einem kleinen Täfelchen heißt es: »Renoviert 1988 von Rudl Längle«. Der Götzner Künstler - er ist vor vier Jahren verstorben - ist gleich daneben im Gasthaus „Schützen“ geboren und hat sich ebenso fürs Kreuz verantwortlich gefühlt wie jene „Arbogaster“, die heute verlässlich für den entsprechenden Blumenschmuck sorgen.

Franz Elsensohn


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