Am Beginn steht ein Kreuz, das mit seinem
heutigen Aussehen nicht gleich daran denken
lässt, dass es aus guten Gründen als Unfallkreuz
bezeichnet werden könnte.
In seiner unmittelbaren Nähe ereignete sich
nämlich vor nunmehr rund hundert Jahren ein
tragisches Geschehen.
Damals befand sich rechts
an der Kirlastraße auf der
Höhe des heutigen Hauses
Nr. 42 eine etwa
10 Meter tiefe Zisterne.
Zwar war die
Wasserleitung um diese
Zeit im „Kidla“ bereits
verlegt, doch besonders
fürs Vieh wurde der
Grundwasserbrunnen nach
wie vor gern verwendet.
Eines Tages fiel ein
Mädchen - es soll Luzia
geheißen haben - in den
tiefen Schacht und ertrank.
Nach dem traurigen
Geschehen ließ ihr Vater mit dem Einverständnis
der Anrainer, die auf ihr Wasserrecht verzichteten,
die Zisterne zuschütten. An ihre Stelle kam zur
Erinnerung an das Unglück ein einfaches
gusseisernes Kreuz auf einem Sockel.
Dieses musste später einer Zufahrt weichen,
dafür wurde anfangs der Siebziger-Jahre des
letzten Jahrhunderts ein neues Kreuz errichtet,
zu dem der Fraxner Bildhauer Jakob Summer
den ausdrucksvollen Korpus schuf.