
 |
"Wegkreuze"
Die Serie über Wegkreuze in einer wachsenden Sammlung. Der erste Beitrag erschien in der Dezemberausgabe des Jahres 2002. Es war das Wegkreuz in der Kirlastrasse.
Schon für die Apostel wurde das Kreuz, das bei
der Hinrichtung Jesu zunächst nur als Instrument
gedient hatte, zum Symbol für den Opfertod
Christi.
Die ersten Glaubensboten in unserem
Land versuchten dann auch stets, die
vorchristlichen Götterbilder und -statuen durchs
Kreuz zu ersetzen. Später wurden Kreuze oft an
Durchgangsstraßen als Markierungen gesetzt.
Papst Leo III. soll es dann gewesen sein, der im
Jahr 779 das Aufstellen von Kreuzen empfohlen
habe. Es dürfte noch einige
Zeit gedauert haben, bis
das Kruzifix - das Bild des
Gekreuzigten - an die Stelle
des einfachen Kreuzes trat.
Unseren Vorfahren
bedeuteten solche
Wegkreuze sehr viel.
Als auffallende Zeichen
wollten sie den
Vorbeigehenden zur
Besinnung und zum Gebet
auffordern, sie verhießen
Schutz und wurden nicht
selten als Zeichen des
Dankes für Errettung aus
einer Not errichtet.
Heute, in unserer
schnelllebigen Zeit, wird man wohl zu den
Fußgängern gehören müssen, um überhaupt noch
auf eins dieser Wegkreuze aufmerksam zu
werden.
Text und Recherche: Franz Elsensohn
Fotos: Michael Türtscher, Franz Elsensohn
|