30.10.2004





"Wegkreuze"

Die Serie über Wegkreuze in einer wachsenden Sammlung. Der erste Beitrag erschien in der Dezemberausgabe des Jahres 2002. Es war das Wegkreuz in der Kirlastrasse.

Schon für die Apostel wurde das Kreuz, das bei der Hinrichtung Jesu zunächst nur als Instrument gedient hatte, zum Symbol für den Opfertod Christi. Die ersten Glaubensboten in unserem Land versuchten dann auch stets, die vorchristlichen Götterbilder und -statuen durchs Kreuz zu ersetzen. Später wurden Kreuze oft an Durchgangsstraßen als Markierungen gesetzt. Papst Leo III. soll es dann gewesen sein, der im Jahr 779 das Aufstellen von Kreuzen empfohlen habe. Es dürfte noch einige Zeit gedauert haben, bis das Kruzifix - das Bild des Gekreuzigten - an die Stelle des einfachen Kreuzes trat. Unseren Vorfahren bedeuteten solche Wegkreuze sehr viel.
Als auffallende Zeichen wollten sie den Vorbeigehenden zur Besinnung und zum Gebet auffordern, sie verhießen Schutz und wurden nicht selten als Zeichen des Dankes für Errettung aus einer Not errichtet.
Heute, in unserer schnelllebigen Zeit, wird man wohl zu den Fußgängern gehören müssen, um überhaupt noch auf eins dieser Wegkreuze aufmerksam zu werden.

Text und Recherche: Franz Elsensohn
Fotos: Michael Türtscher, Franz Elsensohn

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