Es war für alle eine Sorge um die Menschen in dieser Pfarre
Günter Schatzmann

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St. Ulrich
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Hans-Peter Lederle

Hugo Böckle

Josef Hofer

Rudi Kurzemann

Herbert Buhri

Zusammen bringen sie - Josef Hofer, Hugo Böckle, Rudi Kurzemann, Herbert Buhri, Hans Peter Lederle - geschätzte 170 Jahre "KONTAKT" auf die Waage. Höchste Zeit, ihnen einmal nachzufragen:

KONTAKT: Nach so vielen Jahren, die ihr am und mit dem "KONTAKT" gearbeitet habt - was ist das für ein Gefühl, wenn es jetzt ans Abschied nehmen geht?
Rudi: Ich hab da ein ziemlich neutrales Gefühl. Man ist einfach älter und einigermaßen verbraucht, so dass ich das ganz gern in jüngere Hände lege, meinen Part.
Josef: Ich bin noch ein schönes Stück älter, und wenn man dieses Alter erreicht hat, ist es doch ganz klar, dass man einiges abgeben muss. Aber im Grunde genommen mit einem freudigen und einem weinenden Auge gebe ich das ab: das freudige, weil's mich nicht mehr belastet, und das tränende Auge ist das: ich bin 50 Jahre lang jeden Monat mit Leuten aus der Pfarre zusammengekommen. Mir ist vollkommen klar, dass ich jetzt, wenn das vorbei ist, weg bin vom Fenster.
Herbert: Es kann uns wirklich nichts besseres passieren, als dass jüngere Leute aus der nächsten bzw. übernächsten Generation den "KONTAKT" in die Hand nehmen, und wenn ich das gleich dazusagen kann: gerade in der Zeit jetzt, wo der Wechsel ansteht, denke ich, dass der "KONTAKT" sehr viel beitragen kann. Ich bin ganz positiv gestimmt.
Hans Peter: Loslassen kann ich. Für mich ist es sicher eine Erleichterung, dass ich nicht mehr verantwortlich für das püntkliche Erscheinen bin.
Hugo: Es ist ganz gut, wenn's anders wird. Ich bin nicht traurig darüber, im Gegenteil es freut mich, dass es Junge gibt, die das tun. Ich habe ein gutes Gefühl dabei.

KONTAKT: Dass jemand in einem pfarrlichen Team so lange mitarbeitet, ist die Ausnahme, das gibt's nicht oft. Was ist/war euere persönliche Motivation?
Rudi: Ich bin immer mit der Pfarrgemeinde verbandelt gewesen. Infolgedessen war es ganz selbstverständlich, dass ich da immer wieder mitgemacht habe und unter Pfr. Buhri habe ich es noch lieber gemacht als vorher. Die Motivation hat sich ergeben, speziell weil das Team so gut miteinander gearbeitet hat.
Josef: Da spielt bei mir einiges mit. Ich bin der Älteste im Dienst - also es sind bei mir nächstes Jahr 50 Jahre. Wie soll ich das jetzt sagen? Es war einfach für mich von Anfang bis jetzt zum Schluss die Sorge um die Menschen der Pfarrei. Und zu einer Sorge gehört auch ein Maß an Treue, finde ich.
Herbert: Ich hab's einfach als einen ganz wichtigen Teil vom Seelsorgersein empfunden. Der "KONAKT" ist vielleicht nicht das einzige aber doch ein sehr gutes Mittel der Kommunikation zwischen Pfarrei und Außenstehenden, und ich muss heute ehrlich sagen, wenn ich das, was der Pfr. Feuerstein in diesen zehn, elf Jahren geschrieben hat, wenn ich das früher richtig zu Gesicht bekommen und gelesen hätte, dann wäre ich in dem, was ich geschrieben habe, sicher noch offener und frecher gewesen.
Hans Peter: Ich bin das jüngste Mitglied. Was mir gefallen hat, ist, dass ich damals so offen aufgenommen worden bin, dass Sachen, die ich eingebracht habe, auch von den Alteingesessenen akzeptiert worden sind.
Hugo: Notgedrungen schon durch den Beruf musste ich praktisch die Verwaltung vom Pfarrblatt machen und auch gelegentlich etwas schreiben. Man hat immer gemeint, es soll nicht nur ein Pfarrerblatt sein, wo nur der Pfarrer schreibt, sondern mehr Laien. Aber dazu genügend Leute zu finden, war immer schwierig.

KONTAKT: Was wolltet ihr mit dem "KONTAKT" erreichen? Was waren die Ziele?
Rudi: Dass man auch wirklich alle die erreicht, die nicht mehr aktiv am Geschehen teilnehmen, dass man sie auch seelsorglich erreicht hat.
Josef: Früher hat's ja "Götzner Pfarrblatt" geheißen. Unterm Pfarrer Feuerstein hat man's dann umbenannt in "KONTAKT". Ich erinnere mich noch ganz genau an die erste Kontaktnummer, damals sind die ersten Fremdarbeiter nach Götzis gekommen. Das war eigentlich der Anstoß für den Namen "KONTAKT".
Hugo: Das Ziel war, dass wenigstens etwas Kirchliches in alle Haushalte kostenlos kommt. Es ist so viel Zeug herum und in vielen Familien ist überhaupt nichts mehr, wo man Kontakt mit der Pfarre hätte, darum ist auch der Name "KONTAKT" entstanden.
Herbert: Was wir wollten, haben wir sicher nicht erreicht. Es ist uns sicher zu wenig gelungen, dass wir "KONTAKT" zu denen gefunden haben, wo wir Kontakt wollten. Wir sind ganz sicher viel zu brav gewesen. Ganz sicher.
Hans Peter: Ich seh es auch so, dass wir sicher nicht alle Leute erreicht haben, die wir erreichen wollten, aber die Rückmeldungen, die ich bekommen habe, zeigen doch, dass der "KONTAKT" gelesen wurde und dass man auf ihn gewartet hat.

KONTAKT: Was war das Schwierigste, die größte Hürde, beim Erstellen des "KONTAKT"?
Josef: Dass er jeden Monat herauskommen musste.
Rudi: Pünktlich.
Hugo: Wir hatten das Glück, dass wir in der Gestaltung einen hervorragenden Mann gehabt haben - wir haben ja sogar Preise gewonnen, nicht nur landesweit, sondern österreichweit. Der gute Rahmen war also immer da und a dea Hoanza heat ma halt Höh ihehänka müaßa. Dieses Heu herbringen war ein bisschen schwieriger.
B>KONTAKT: Was wolltet ihr mit dem "KONTAKT" erreichen? Was waren die Ziele?
Rudi: Dass man auch wirklich alle die erreicht, die nicht mehr aktiv am Geschehen teilnehmen, dass man sie auch seelsorglich erreicht hat.
Josef: Früher hat's ja "Götzner Pfarrblatt" geheißen. Unterm Pfarrer Feuerstein hat man's dann umbenannt in "KONTAKT". Ich erinnere mich noch ganz genau an die erste Kontaktnummer, damals sind die ersten Fremdarbeiter nach Götzis gekommen. Das war eigentlich der Anstoß für den Namen "KONTAKT".
Hugo: Das Ziel war, dass wenigstens etwas Kirchliches in alle Haushalte kostenlos kommt. Es ist so viel Zeug herum und in vielen Familien ist überhaupt nichts mehr, wo man Kontakt mit der Pfarre hätte, darum ist auch der Name "KONTAKT" entstanden.
Herbert: Was wir wollten, haben wir sicher nicht erreicht. Es ist uns sicher zu wenig gelungen, dass wir "KONTAKT" zu denen gefunden haben, wo wir Kontakt wollten. Wir sind ganz sicher viel zu brav gewesen. Ganz sicher.
Hans Peter: Ich seh es auch so, dass wir sicher nicht alle Leute erreicht haben, die wir erreichen wollten, aber die Rückmeldungen, die ich bekommen habe, zeigen doch, dass der "KONTAKT" gelesen wurde und dass man auf ihn gewartet hat.

KONTAKT: Was war das Schwierigste, die größte Hürde, beim Erstellen des "KONTAKT"?
Josef: Dass er jeden Monat herauskommen musste.
Rudi: Pünktlich.
Hugo: Wir hatten das Glück, dass wir in der Gestaltung einen hervorragenden Mann gehabt haben - wir haben ja sogar Preise gewonnen, nicht nur landesweit, sondern österreichweit. Der gute Rahmen war also immer da und a dea Hoanza heat ma halt Höh ihehänka müaßa. Dieses Heu herbringen war ein bisschen schwieriger.

KONTAKT: Was waren eure Kriterien für den Inhalt und für das Erscheinungsbild?
Josef: Man ist immer auf dem Standpunkt gestanden: der Kontakt ist irgendwie eine Visitenkarte der Pfarre und auch der einzelnen Pfarrmitglieder. Auf das haben wir immer viel Wert gelegt, dass das ein Blatt ist, das im Wust der vielen Dinge, die ins Haus kommen, auffällt; dass man es noch in die Hand nimmt und auch anschaut.
Herbert: Ich war nie froher um den "Kontakt" als wie zu den Zeiten, als es geheißen hat, keinen Kaplan mehr - weil damals sind sehr viele Dinge gelaufen innerhalb der Pfarrei, mit Pfarrversammlung und so, und das musste hinaus bis zum Letzten, der sich interessiert hat.

KONTAKT: Hat's etwas gegeben, das ihr nicht hineingetan habt, wo ihr gesagt habt: Nein, so etwas nicht?
Herbert: Einmal. Da hab ich Einem verbieten müssen, das hineinzutun, was er hineintun wollte. Ganz genau erinnere ich mich nicht mehr, aber der, den das betroffen hat, erinnert sich sicher heute noch, und ich bin sehr froh, dass genau der der verantwortliche Chef des neuen "Kontaktes" ist.

KONTAKT: Mit dem "KONTAKT" geht's ja weiter. Was möchtet ihr im neuen "Kontakt" nicht missen?
Rudi: Dass das pastorale und religiöse Moment entsprechend der Jahreszeit oder der Aktualität hineinkommt, finde ich wichtig.
Josef: Er müsste heiße Eisen anpacken, auch wenn man sich die Finger verbrennt. Ich hab sie mir auch vielmal verbrannt.
Herbert: Sie sollen mutig sein, kritisch sein, hinterfragen, immer ums nächste Eck schauen und die Zukunft vorbereiten helfen in den Köpfen; heiße Eisen aufgreifen, beunruhigen, aufschrecken, viel mehr als wir es getan haben. Sie hätten die Möglichkeit. Sie können neu anfangen. Sie sind junge Leute. Da wäre was drin. Auch auf die Gefahr hin, dass es bei einer Sorte Leute nicht ankommt, aber andere würden sehr darauf warten, dass ein frischer, kritischer Wind hineinkommt.
Hans Peter: Ich meine schon, dass auch ein geistiger Impuls in den "KONTAKT" hineingehört, nicht nur kritische Hinterfragungen und solche Sachen, sondern dass auch wirklich ein Impuls drin ist, eine Predigt oder sonst was, weil sonst kriegen die Leute draußen diesbezüglich überhaupt nichts mehr mit.
Hugo: Eine Jugendseite sollte schon drin sein.

KONTAKT: Welche Wünsche möchtet ihr dem neuen KONTAKT-Team mit auf den Weg geben?
Herbert: "Ich wollt, ich wär ein Elefant, dann würd ich jubeln laut, es ging mir nicht ums Elfenbein, nur um die dicke Haut." Eine dicke Haut wünsche ich ihnen und einen guten Durchzug: beim einen Ohr hinein, beim andern hinaus, sonst packen sie's nicht, wenn sie lebendig und kritisch schreiben.
Josef: Ich wünsch' ihnen, dass sie durchhalten, und dass sie der Sache ein wenig Treue entgegenbringen. D.h. nicht nach einem Jahr Hände hoch machen, wenn Schwierigkeiten kommen - und die kommen, ganz sicher. Auch wenn sie eine dicke Haut haben.
Rudi: Und ich hätte eine Freude, wenn sie die Sprache nicht aus "Wann & Wo" übernehmen würden, direkt eins zu eins.
Hans Peter: Ich wünsch' ihnen auch das Durchhalten. Ich wünsch' ihnen aber auch, dass sie den Draht zu den Leuten finden, die den "KONTAKT" noch lesen und finanzieren, denn wenn sie das nicht mehr tun, ist der "KONTAKT" in einem halben Jahr tot.
Hugo: Ich wünsche ihnen, dass es ihnen gut geht und dass sie Kraft haben, um das zu bewältigen, denn das ist nicht einfach.
Rudi: Und noch etwas. Sie sollen jetzt ja nicht auf unsere Ratschläge hören.

KONTAKT: Wenn ihr jetzt rückblickend auf euere gemeinsame Zeit und Arbeit schaut: Unter welches Motto, welche Überschrift, könntet ihr die stellen?
Herbert: Ringen um eine gute Kommunikation mit der Pfarrgemeinde.
Josef: Es war für alle eine Sorge um die Menschen in dieser Pfarre.
Rudi: Und die humorvollen Sachen, die gelegentlich drinnen waren, das ist wieder die Sorge, dass man hier in der Gegend ein bisschen zu wenig Humor hat.
Hugo: Ich könnt's nur nach einer Note vielleicht beurteilen. Ich würde sagen gut. Die Zusammenarbeit im Team war ja immer prima.
Hans Peter: Bei mir war es auch die Sorge um die Leute in der Pfarrgemeinde und die Sorge, dass die Leute noch eine Ahnung haben, dass es eine Pfarrgemeinde gibt.

KONTAKT: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute.

Kontakt © 1999



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