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"Was wäre die Gemeinde ohne Pfarrgemeinderat?"
Seit Mai 2005 bin ich geschäftsführender
Vorsitzender des Pfarrgemeinderates.
Der klobige Name „geschäftsführender
Vorsitzender“ kommt aus dem diözesanen
Verständnis des Pfarrgemeinderates. Der eigentliche
Vorsitzende des Pfarrgemeinderates ist nämlich der
Pfarrer. Gerade bei Personalentscheidungen wird
dies deutlich. Das Sagen hat der Pfarrer. Er muss
auch den Kopf hinhalten, in menschlicher wie
finanzieller Hinsicht. Trotzdem ist natürlich das
Mitdenken und Mitsorgen in dieser Angelegenheit
gewünscht, und ich erhebe immer wieder meine
Stimme, wenn es um die personelle Situation in
unserer Pfarre geht. Gerade durch die
Regionalisierung wird die Arbeitskraft vieler
Personen auf die verschiedenen Pfarreien aufgeteilt.
Es ist mein Anliegen, dass in der Pfarrgemeinde eine
Person ganz für Götzis da ist und gemeindeleitende
Aufgaben übernimmt. Mein zweites Hauptanliegen
im PGR ist die Liturgie. Für mich ist Liturgie der
Kern christlicher Gemeinde und bedarf sorgfältiger
und liebevoller Vorbereitung, getragen von einer
breiten Basis. Liturgie ist die Feier Gottes mit den
Menschen. Liturgie muss den ganzen Menschen
ansprechen, das Leben muss vorkommen.
Verschiedene Anläufe ein Liturgieteam zu gründen,
waren aber erfolglos. Es ist mir bis jetzt nicht
gelungen, Personen zusammenzuführen, die sich
diesem Anliegen annehmen.
Im Pfarrgemeinderat haben wir uns im letzten Jahr
lange und intensiv mit dem Thema Sakramente
beschäftigt. Wir suchten nach Möglichkeiten Taufe,
Beichte, Erstkommunion und Firmung ins
Pfarrleben zu verknüpfen. Wir sind auf das Wort
„Familienkatechese“ gestoßen. Die Familie ist für
Vieles im Bereich der Sakramente zuständig. Hier
soll angesetzt werden. Eine konkrete Zuständigkeit
für eine Weiterarbeit im Bereich Familienkatechese
wurde noch nicht formuliert.
Anfang des nächstes Jahres sind kirchliche
Neuwahlen. Da kommt wieder die Chance auf uns
zu, Verantwortung zu übernehmen und das
Pfarrleben mitzugestalten. Mach mit. Kandidiere!
Roland Weber

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