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Pfarrversammlung 2005

80 Gläubige "opferten" einen lauen Sommerabend

und lauschten den Berichten von Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat

im klimatisierten Pfarrsaal.

Die Pläne der Kirchenrenovierung wurden erstmals öffentlich gezeigt.


" ICH GLAUBE AN DEN HEILIGEN GEIST? "
Wir haben einen neuen Papst, der als enger
Mitarbeiter des alten Papstes schon
jahrelang den konservativen Kirchenkurs
mitbestimmte. Der neue Bischof der
Diözese Feldkirch ist „praktisch der alte“.
16 Jahre war er Generalvikar der Diözese.
Was ist los mit dem Hl. Geist?
Ein Geist, von dem es in der
Apostelgeschichte heißt, dass er zumindest
damals in Jerusalem mit „Brausen“ wie
„ein heftiger Sturm“ vom Himmel kam.
Kann ein solcher Geist so ein Ergebnis
produzieren? Männer, die zugegebenermaßen
lange gedient haben, die aber
in einem Alter sind, in dem sich andere
schon lange am wohlverdienten Ruhestand
erfreuen. Männer, die für den „Übergang“
bestimmt sind. Senioren, die in ihren
Handlungen vor allem eins sind:
berechenbar!
Laut Apostelgeschichte standen für die
Wahl des Nachfolgers des Judas zwei
Männer zur Wahl. Es wurde voller
Gottvertrauen das Los gezogen.
„Das Los fiel auf Matthias“, heißt es in der
Apostelgeschichte.
Es entsteht der Verdacht, dass die
Hierarchie vor lauter Angst vor dem
schwindenden Einfluss der Kirche nichts
mehr dem „Zufall“ überlassen will.
In dieser defensiven Haltung hat aber das
atheistische Denken der „bösen Welt“
bereits auf das Handeln der Kirchenleitung
abgefärbt. Sie kalkuliert und berechnet,
rettet sich mit „Übergangslösungen“ über
die Jahre. Sperrt die Hierarchie den Geist
aus? Wahrscheinlich sind unsere
Kirchenführer in der gleichen Lage wie die
Apostel, als sie mit Jesus im Boot saßen
und der Sturm aufkam.
Die Jünger jammerten: „Herr, rette uns,
wir gehen zugrunde! Er sagte zu ihnen:
Warum habt ihr solche Angst, ihr
Kleingläubigen?“
Die Nachfolger der Apostel jammern zwar
wie ihre Vorgänger. Mit dem Unterschied:
Da es ihnen aber offensichtlich immer
weniger gelingt, „Jesus zu wecken“,
bestimmen sie, dass der das Ruder
übernehmen soll, von dem sie am ehesten
erwarten können, dass er „Kurs hält“.
Viele sind bereits von Bord gesprungen.
Manfred Dünser (aus dem KONTAKT 6 | 2005)

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