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St. Ulrich





"Aktuell [20]"

Artikel aus dem Mai-Kontakt [ 1. Mai 2002 ]

Liebe Leserin, lieber Leser! Die Pfarrgemeinderats-Wahlen sind gelaufen. Am 8. April war die konstituierende Sitzung und dabei wurde der neue PGR in seiner Zusammen-setzung, gem. separatem Bericht, festgelegt. Somit haben wir wieder einen funktionsfähigen Pfarrgemeinderat.

In der Funktion als geschäftsführender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates möchte ich zuerst den leider vorzeitig zurückgetretenen Mitgliedern des "alten" Pfarrgemeinderates für ihre hervorragende und engagierte Arbeit recht herzlich danken.

Es war eine besonders schwierige Zeit in unserer Pfarrgemeinde, da es doch galt, den gemeinsamen Abgang von Pfarrer Herbert Buhri, die Pastoralassistenten Heidi Fröwis und Günther Schatzmann möglichst problemlos zu verkraften und neuen hauptamtlichen Leitern die Pfarre zu übergeben.

Zusätzlich kam in diese Zeit noch die Regionalisierung. Dies alles führte zwangsläufig zu enormen Spannungen zwischen Diözese, der neuen hauptamtlichen Führung und dem PGR. Nachdem die Pfarre Götzis nicht mit dem Wunschpfarrer Wilfried Blum besetzt wurde und zudem der eingeschlagene "Götzner Weg" dadurch gefährdet war, kam es dann zum bedauerlichen Rücktritt des fast gesamten PGR. Was mich besonders bedrückt hat, war der Umstand, dass der größte Teil der zurückgetretenen PGR-Mitglieder auch ihre anderen Tätigkeiten in verschiedensten Funktionen zurückgelegt und somit große Lücken hinterlassen haben. Unsere Aufgabe ist es nun, wieder Ruhe und Besonnenheit herzustellen. Dies ist uns auch durch die Mithilfe und Ermunterung vieler Götzner Katholiken großteils bereits gelungen. Auch diesen Personen möchte ich auf diese Weise recht herzlich danken. Sie haben viel dazu beigetragen, dass wir nun wieder einen funktionstüchtigen Pfarrgemeinderat haben. Ich möchte auch allen Kandidaten danken, die sich für die Wahl zur Verfügung gestellt haben und allen Wählern, die durch ihre große Wahlbeteiligung bekundet haben, wie wichtig der PGR für unsere Pfarrgemeinde ist. Dies ist für den neuen PGR eine große Herausforderung, die wir angenommen haben, um sie zu meistern.

Ich möchte daher alle Götzner Katholiken einladen, besonders auch die zurückgetretenen PGR Mitglieder, ihre Persönlichkeit, ihre Talente nach ihren Möglichkeiten in die Pfarrgemeinde einzubringen, damit wir wieder eine gemeinsame, vereinte, lebendige und vom Geist Gottes spürbare Pfarrgemeinde werden. Wir vom PGR, die haupt-amtliche Führung und die Pfarrsekretärin würden uns sehr über ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, sowie für die Einbringung von Ideen freuen.

Ich persönlich habe noch einige Visionen, die ich mir wünsche zu verwirklichen,

  • dass in unserer Pfarrgemeinde wieder mehr Platz für Spiritualität ist
  • dass wir einfach offen und ohne Vorbehalte aufeinander zugehen können
  • dass Einheit und Zusammengehörigkeit das Trennende verdrängt
  • dass die Schweigenden den Mut haben, ihre Meinung zu äußern
  • dass Spontanität und Freude an der christlichen Gemeinschaft wachsen
  • dass die von der Amtskirche enttäuschten Menschen in unserer Pfarrgemeinde wieder "Heimat" finden

  • Dass zumindest ein Teil dieser Visionen Wirklich-keit wird und wir eine echte christliche Gemeinschaft werden, liegt nun an uns allen. Vertrauen wir auf Gott und wagen wir " jeder von uns " den ersten Schritt.

    Norbert Loacker
    geschäftsführender Vorsitzender des PGR

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